Räumlichkeit und Mobilität bei Kafka im Lichte der Raumtheorien
Räumlichkeit und Mobilität bei Kafka im Lichte der Raumtheorien Neeti Badwe. Präsentiert : Mai 2014, Limerick, Irrland. Veröffentlicht 2018. Abstract Räumlichkeit und Mobilität sind zwei wichtige konstitutive Elemente von Kafkas Schreiben. Stilelemente bei Kafka wie Ambiguität, mehrfache Beleuchtung von Gegenständen, Verwirrung, Alpträume, Polyphonie, Paradoxien heben traditionelle Dichotomien und Begriffsbipolaritäten auf. In seinen Texten wird Bewegung dargestellt (Laufen, Rennen oder Kämpfen), die keine ist, da man nicht von der Stelle wegkommt. Es werden Orte beschrieben, die es nicht gibt. Liminalität und Überlappung werden bei Kafka zum Ort der symbolischen Interaktion und gewinnen an Bedeutung. Durch detaillierte Beschreibung von Orten werden Räume geschaffen, wo Konflikte oder Proteste ausgetragen und Strafen vollzogen werden. Neuere Raumtheorien von Michel Foucault (Heterotopie), Michel de Certeau (Ort und Raum) und Marc Augé (Orte und Nicht-Orte) können se...